Die ökologische Haltung von Legehennen in der Europäischen Union nimmt zu. Im April 2015 gab es 14,58 Millionen Bio-Haltungsplätze. Das entspricht einem Anteil von 4,2 Prozent, meldet Marktinfo Eier und Geflügel (MEG). Im Jahr 2013 und 2014 waren es noch 3,8 Prozent. Die vorherrschende Haltungsform in der EU ist mit 56 Prozent aber nach wie vor die Käfighaltung. Der Anteil der Hennen in Bodenhaltung lag ähnlich wie in den Vorjahren bei 26 Prozent und in Freilandhaltung bei knapp 14 Prozent...

Bonn. Die ökologische Haltung von Legehennen in der Europäischen Union nimmt zu. Im April 2015 gab es 14,58 Millionen Bio-Haltungsplätze. Das entspricht einem Anteil von 4,2 Prozent, meldet Marktinfo Eier und Geflügel (MEG). Im Jahr 2013 und 2014 waren es noch 3,8 Prozent. Die vorherrschende Haltungsform in der EU ist mit 56 Prozent aber nach wie vor die Käfighaltung. Der Anteil der Hennen in Bodenhaltung lag ähnlich wie in den Vorjahren bei 26 Prozent und in Freilandhaltung bei knapp 14 Prozent.

Allerdings gibt es zwischen den Ländern große Unterschiede. In Deutschland dominiert die Bodenhaltung mit knapp 62 Prozent. Dabei werden die Legehennen mit Scharrmaterial im Stall gehalten und können sich frei bewegen. Auch in Österreich (67,3 %), Schweden (64,5 %) und den Niederlanden (61,7 %) ist diese Haltungsform vorherrschend. Diese Ware ist im europäischen Ausland schwer zu angemessenen Preisen zu verkaufen, da sie in den meisten EU-Ländern nicht speziell nachgefragt wird.

Im Vereinigten Königreich setzen die Erzeuger in erster Linie auf Freilandhennen. Ihr Anteil erreicht fast 50 Prozent. Auch in Irland haben rund 39 Prozent der Legehennen tagsüber „Ausgang“. Der Auslauf im Freien ist größtenteils begrünt, um eine artgerechte Lebensweise der Hühner zu gewährleisten.

In Portugal und Spanien sind alternative Haltungsformen kaum zu finden. Der Anteil der Käfigsysteme liegt bei über 90 Prozent. In den ausgestalteten Käfigen leben die Legehennen in Kleingruppen von 20 bis 60 Tieren. Artgemäße Verhaltensweisen wie Staubbaden, Scharren und Picken sind dabei nicht möglich. Auch in Polen liegt die Käfighaltung mit über 88 Prozent weit vorn. Es ist nach den Niederlanden das wichtigste Lieferland für Deutschland.

Quelle: Heike Kreutz, http://www.aid.de/

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