Mit starken Marken auch im Geschäftsjahr 2011 auf Erfolgskurs

Umsatz: 172 Mio. Euro (+ 3,3%) / Mühlen Würstchen entwickeln sich erfolgreich / Bau der Rügenwalder Mühle schreitet voran / KOMET verzeichnet Rekord / Gründung des Kundenbeirats im Herbst 2012

Mit starken Marken auch im Geschäftsjahr 2011 auf Erfolgskurs

Umsatz: 172 Mio. Euro (+ 3,3%) / Mühlen Würstchen entwickeln sich erfolgreich / Bau der Rügenwalder Mühle schreitet voran / KOMET verzeichnet Rekord / Gründung des Kundenbeirats im Herbst 2012

Die Rügenwalder Mühle hat das Geschäftsjahr 2011 (31.12.) mit einem zufrieden stellenden Ergebnis abgeschlossen: So erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Gesamtbruttoumsatz von 172 Mio. Euro (2010: 166,5 Mio. Euro), was einem Umsatzwachstum von rund 3,3% entspricht. Der Gesamtabsatz stieg ebenfalls leicht um 2,0%. „Unsere Zuwächse erreichten 2011 zwar nicht das Niveau des Vorjahrs“, resümiert Christian Rauffus, Inhaber und Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle. „Wir können – angesichts des enormen Kostendrucks insbesondere durch die erheblichen Preissteigerungen bei den Rohstoffen – mit diesem Ergebnis jedoch zufrieden sein“, sagt er anlässlich des heutigen Regionalpressegesprächs.

Haupttreiber des Wachstums war der SB-Bereich, der zwei Drittel des Absatzes dynamisch entwickelt hat. „Auf dem Fundament solider Stammkunden des Lebensmittelhandels wurden 2011 auch unsere neuen Produkte sehr partnerschaftlich und erfolgreich aufgenommen“, erklärt Lothar Bentlage, Geschäftsleitung Vertrieb.

Mit 383 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2011) lag die Gesamtzahl der Beschäftigten auf Vorjahresniveau (2010: 391 Mitarbeiter), ebenso die An-zahl der Auszubildenden mit 17 (2010: 18 Auszubildende). Die Ausbildungsquote belief sich damit auf 4,4% (2010: 4,6%).

Sechste Marke „Mühlen Würstchen“ ist 2011 durchgestartet

Besonders erfreulich entwickelte sich im vergangenen Jahr die im Oktober 2010 neu eingeführte sechste Marke Mühlen Würstchen mit den beiden Varianten geräuchert und 100% Geflügel: Die Mühlen Würstchen konnten sich in kürzester Zeit auf dem Markt etablieren und sind mittlerweile Marktführer bei gekühlten SB-Marken-Würstchen. Zum Absatzwachstum beigetragen haben im vergangenen Jahr außerdem der Mühlen Schinken (+ 5%) sowie die Pommersche Gutsleberwurst (+ 1%).

Großen Zuspruch gab es für die Mühlen Würstchen sowohl von Seiten der Verbraucher als auch des Handels. Fortgesetzt wird das Erfolgskonzept seit Ende April 2012 mit einer dritten Variante, den Mühlen Würstchen „Wiener“. Sie ergänzen das Sortiment als echte Basissorte (Wiener haben einen Anteil von 41% an allen verkauften Würstchen). „Wir haben die Nummer 3 gesucht und die Nummer 1 gefunden“, sagt Godo Röben, Geschäftsleitung Marketing. „An die Wiener, die beliebteste Würstchensorte, hatten wir bisher nicht gedacht – aber das haben wir jetzt nachgeholt.“

Mit facebook-Fans die „demokratische Wurst“ entwickelt

Eine echte Neuerung in Sachen Produktentwicklung markierte im vergangenen Jahr die „Kür“ der neuen Sorte des Schinkenspicker „Genuss des Jahres“ gemeinsam mit der facebook-Community: „Zum ersten Mal konnten Verbraucher bei der Entwicklung einer Wurstsorte der Rügenwalder Mühle aktiv mitmachen“, erläutert Godo Röben. Mit den professionellen Produktentwicklern tüftelten zunächst acht facebook-Fans mögliche Rezepturen aus, dann durften alle registrierten Fans im Internet über die vier beliebtesten Sorten abstimmen. Anschließend gab es ein großes Verkostungsevent in Bad Zwischenahn, zu dem nochmals 60 facebook-Fans eingeladen wurden. Dabei fiel die Wahl auf die Sorte Tomate-Rucola, die im September 2011 eingeführt wurde. Das I-Tüpfelchen zum Schluss: der Dreh eines Viral-Spots – ebenfalls unter Beteiligung von sechs facebook-Fans als Darsteller –, der diese neue Form der Produktentwicklung mit einem Augenzwinkern zeigt.

Prozesse optimiert und Kapazitäten erweitert

Rund 5,0 Mio. Euro hat die Rügenwalder Mühle im Jahr 2011 investiert. Die Maßnahmen umfassten dabei im Wesentlichen Prozessoptimierungen und Ersatzbeschaffungen sowie Kapazitätserweiterungen für die Mühlen Würstchen, den Bau der Rügenwalder Mühle und die Erweiterung der Mitarbeiterparkplätze. Abgeschlossen wurde 2011 auch die Erweiterung des unternehmenseigenen Labors auf 250 Quadratmeter, wodurch die Anzahl der mikrobiologischen Untersuchungen erheblich gesteigert werden konnte. Für das laufende Jahr sind Investitionen in Höhe von 6,4 Mio. Euro vorgesehen, die unter anderem in die Erweiterung des Wareneingangs, eine neue Produktionslinie, diverse Ersatzbeschaffungen und die Fertigstellung der Rügenwalder Mühle fließen.

Richtfest beim Mühlen-Bau gefeiert

Sie ist das wohl bekannteste Bauwerk in deutschen Kühlregalen: die Rügenwalder Mühle. Seit März 2011 entsteht sie auf dem Gelände des Charlottenhofs als Original in Holz und Klinkerstein. Das Bauwerk wird einen Außendurchmesser von rund neun Metern haben; in der Höhe erreicht es etwa 15 Meter, die Flügel reichen bis zum Boden. Außerdem wird die Mühle mit einem funktionierenden Salzmahlwerk ausgestattet.

Nach dem Aushub des Kellers, Abschluss der Bodenarbeiten, der Er-richtung des Rohbaus und des Dachstuhls konnte am 6. Oktober – nach recht unbeständigem Sommerwetter – das traditionelle Richtfest gefeiert werden. „Seit sechs Generationen stellen wir nach traditionellen Rezepturen ‚echte' Produkte für ‚echte' Menschen her“, sagt Christian Rauffus. Aus diesem Bewusstsein heraus sei die Idee gereift, eine „echte“ Rügenwalder Mühle zu bauen. Zusätzlichen Anstoß gaben zahlreiche Verbraucher, Besucher in Bad Zwischenahn und nicht zuletzt die facebook-Fans, die immer wieder wissen wollten, wo die Mühle steht.

Die nächsten Schritte – voraussichtlich im Laufe von Mai und Juni – werden das Auflegen des Mühlenkopfes auf die Mühle, das Entfernen von Einhausung und Gerüst sowie die Montage der 24,5 Meter langen Mühlenflügel sein.

Vorschlagswesen „KOMET“: Rekord von 666 eingereichten Ideen

Nach dem 5. Jubiläum im Jahr 2010 stand auch 2011 im Zeichen der Neuaufstellung des betrieblichen Vorschlagswesens KOMET. „Unser Ziel war es, die Abläufe einfacher, schneller und übersichtlicher zu ge-stalten“, fasst Michael Sanft, Geschäftsleitung Finanzen, EDV und Per-sonal zusammen. Mit einer speziellen Software laufe das betriebliche Vorschlagswesen nun sehr viel effizienter und transparenter. Das Er-gebnis spricht für sich: Im Jahr 2011 reichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 666 Vorschläge ein – exakt so viele wie insgesamt in den fünf Jahren zuvor. „Diese enorme Steigerung hätten wir niemals erwar-tet, freuen uns aber natürlich außerordentlich über das große Engage-ment“, betont Sanft. Dieses gelte es nun weiter zu fördern.

Ausblick: Rügenwalder Mühle geht mit Kundenbeirat neue Wege

Nachdem die Rügenwalder Mühle seit Sommer 2010 über die sozialen Medien verstärkt den direkten Dialog mit den Verbrauchern sucht und pflegt, setzt das Unternehmen in diesem Jahr mit der Einrichtung eines 20-köpfigen Kundenbeirats einen weiteren Meilenstein in punkto Verbraucherkommunikation. „Früher bestand der direkte Kontakt zu den Kunden tagtäglich in unseren Fleischerei-Filialen“, erläutert Christian Rauffus. Da es diesen Austausch nicht mehr gebe, habe man nach einer anderen Form gesucht, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen. „Wir möchten diesen Dialog durch einen regelmäßig tagenden, ehrenamtlichen Beirat wieder lebendig machen. Zusammen wollen wir über Fragen diskutieren, die für die Zukunft der Rügenwalder Mühle wichtig sind.“ Wünsche, Ideen, Anregungen und Kritik seien dabei äußerst hilfreich.

Die Bewerbungsphase für die Mitgliedschaft im Kundenbeirat hat in diesen Tagen begonnen und endet Ende Juni 2012. Ausführliche Informationen und das Bewerbungsformular finden Interessierte auf der Homepage der Rügenwalder Mühle (www.ruegenwalder.de). Zum ersten Mal zusammenkommen werden die Mitglieder des Kundenbeirats dann – nach Durchlaufen eines mehrstufigen Bewerbungsverfahrens – Mitte September 2012 in Bad Zwischenahn. Anschließend wird sich das Gremium etwa drei- bis viermal pro Jahr zu den Sitzungen treffen.

Quelle: Bad Zwischenahn [ Rügenwalder ]

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